4-Berge-Skischaukel Skiline

Ein Tag in der 4-Berge-Skischaukel

Zur Hochwurzen mit dem 6er Rohrmoos II

Mit der 6er-Sesselbahn Rohrmoos II zur Hochwurzen.

Obwohl es am Freitag beim Nachtskifahren auf der Hochwurzen noch etwas in die Verlängerung ging, konnte ich am Samstag einfach nicht auf einen ausgedehnten Skitag verzichten. Dafür gab’s zweierlei Gründe: 1. war das Wetter perfekt für einen Skitag – blauer Himmel, Sonnenschein, Temperaturen knapp um 0°; und 2. hatten mein guter Freund Harald und ich vereinbart an diesem Tag unsere alljährliche Tour durch die 4-Berge-Skischaukel zu starten.

Was das genau heißt? Reiteralm, Hochwurzen, Planai & Hauser Kaibling bieten rund um Schladming ja das größte zusammenhängende Skigebiet der Steiermark, und vor ein paar Jahren sind wir auf die Idee gekommen, auszuprobieren ob sich wohl alle Lifte der 4-Berge-Skischaukel an einem Tag machen lassen. So viel vorweg: es geht sich aus – auch wenn man dann abends ins Bett fällt und doch einiges zusammenpassen muss.

Gestartet haben wir unseren Skitag um 8.50 Uhr an der Skischaukel Planai-West – praktisch, weil wir dort beide von zu Hause aus über die Piste hinkommen. Da ging’s dann zuerst mal Richtung Hochwurzen wo wir bis zum Gipfel mit Rohrmoos I & II, der Sun Jet-Kombibahn und der GUB Hochwurzen die ersten 4 Lifte abhaken konnten.

Reiteralm next

Vom Gipfel der Hochwurzen carvten wir dann auf perfekt griffiger Piste bis zur Skischaukel in Pichl, wo wir uns daran machten den ersten der 4 Berge – die Reiteralm – zu komplettieren. Bei den ersten Liftfahrten noch relativ allein, kamen bei Prachtwetter mehr und mehr Leute auf den Berg. Wohl auch aufgrund des Sepp’n-Festes an diesem Tag – Zwischenstand beim Rennen in der Damen-Wertung: Josephine vor Josepha und Josefine. Mit einer Aufgabe von noch mehr als 30 Liften vor Augen wurden wir dann schon etwas unruhig wenn wir mal 1-2 Minuten in der Schlange stehen mussten – Gottseidank „schaufelten“ die modernen Lifte aber genug Skibegeisterte auf den Berg, sodass wir wieder etwas ruhiger wurden.

Bergstation Sepp'n Jet

Unser Blick von der Reiteralm vorbei am Sepp’n Jet zum Dachstein.

Um 11.15 Uhr hatten wir es dann geschafft und alle Lifte der Reiteralm abgehakt. Und schon gondelten wir mit dem Basic Jet zurück auf die Hochwurzen, wo wir auf dem Weg zurück zur Skischaukel Planai-West die verbleibenden Lifte auch noch „mitnahmen“. Ein besonderes Highlight ist hier natürlich jedes Mal der „Schütterlift“ – dort, wo ich als 5-jähriger meine ersten Spuren in den Schnee gezaubert habe. Zum 1. Mal wieder am Ausgangspunkt angekommen machten wir uns dann in die andere Richtung der 4-Berge-Schaukel auf und schwebten mit dem Golden Jet – 100 m über der Talbachklamm – in Richtung Planai.

Am Berg angekommen carvten wir auf den Spuren der Weltmeister die WM-Pisten hinunter, unter dem Skygate im WM-Park hindurch, und mit den dazugehörigen Liften ging’s wieder zurück nach oben. Immer noch ein Highlight ist hier die Sesselbahn Planai III, einer der ersten kuppelbaren Sessellifte der Welt – obwohl so ein gepolsterter Sitz am Fastenberg-6er auch ganz nett ist. Ohne alle Lifte am WM-Berg hinter uns zu bringen machten wir uns um 13.15 Uhr dann Richtung Hauser Kaibling auf, um zuerst den östlichsten Berg der 4-Berge-Schaukel zu komplettieren.

Ein wenig Nostalgie

Schladminger Tauern-Seilbahn

Die Schladminger Tauern-Seilbahn – Nostalgie PUR

Gleich zu Beginn rauf mit dem Gipfellift an den höchsten Punkt der 4-Berge-Skischaukel (2.010 m), die Aussicht genießen und dann die schwierige Skiroute über den Osthang hinunter zu den Höfi-Expressen die ihrem Namen wirklich alle Ehre machen. Als nächstes machten wir uns auf die Pisten des Damen-Weltcups zu erobern und carvten hinunter zur Kaiblingbahn. Doch noch einmal sollten wir ganz bis ins Tal müssen an diesem Tag – für eine Bahn der ganz besonderen Art: die Schladminger Tauern-Seilbahn ging bereits 1947 (!) in Betrieb und ist ein wahres Juwel unter den Bergbahnen – mit den kleinen Kabinen der Pendelbahn ist sie mit Sicherheit eine der erlebnisreichsten Bahnen Österreichs! Im 66. Dienstjahr ist sie wohl nicht mehr die Schnellste, und so kamen uns hier erstmals Zweifel ob wir wirklich alle Lifte schaffen würden an diesem Tag. Ein besonderes Highlight wartet an der nachträglich errichteten Mittelstation – die wurde damals gebaut um die Förderleistung zu verdoppeln – hier muss man nämlich umsteigen.

Alm-6er Hauser Kaibling

Der Alm-6er vor der imposanten Kulisse des Höchstein.

Zurück beim „Wahrzeichen“ des Hauser Kaibling – am Senderturm – sammelten wir nochmals unsere Kräfte für den Endspurt unseres 4-Berge-Tages und nahmen die letzten Lifte in Angriff. Quattralpina und der Alm-6er – vor der unglaublich imposanten Kulisse des Höchstein – waren dann bereits #32 und #33 auf unserer Liste, bevor es zurück ging auf die Planai.

Um 15:25 im „Paradies“ Mitterhausalm angekommen ging es nun ans Eingemachte – hatten wir doch immerhin noch 5 Liftfahrten zu absolvieren und wollten auch noch zurück zur Skischaukel Planai-West und per Ski nach Hause kommen. Glücklicherweise war es um diese Tageszeit mit dem Warten am Lift längst vorbei – genossen doch die meisten Leute schon die Frühjahrssonne auf den zahlreichen Hüttenterrassen. Und so schafften wir doch noch, an was wir nicht mehr gewagt hatten zu glauben: um 15:57 Uhr fuhren wir durch das Drehkreuz der Lärchkogel-Sesselbahn und konnten somit den letzten fehlenden Lift auf unserer Liste der 4-Berge-Skischaukel abhaken.

Märchenwiese und Lärchkogel

Der Blick vom Einstieg zum Super Park Planai über den Lärchkogel zum Dachstein.

Schon müde vom langen Tag, carvten wir „über die freien Wiesen“ zur Mittelstation des Golden Jet, der uns über die Talbachklamm zurück zu unserem Ausgangspunkt an der Skischaukel Planai-West brachte. Eine letzte Liftfahrt – die 41. an diesem Tag – mit der Doppelsesselbahn Rohrmoos I brachte uns zurück nach Hause, und obwohl auf der Skiline nur jene Lifte berücksichtigt werden, die über ein Drehkreuz verfügen, so wissen wir doch für uns selbst, dass wir sie alle geschafft haben – und das ist schließlich was zählt!

So ging ein traumhafter Skitag zu Ende – wir carvten die letzten Meter nach Hause und ich freute mich schon sehr auf das verspätete Mittagessen!

4-Berge-Skischaukel Skiline

Ein Tag auf der 4-Berge-Skischaukel mit allen Liften

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